Pandemie: eine weltweite Epidemie
Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie. Bei der Influenza entsteht sie, wenn ein neuartiges Virus auftaucht, gegen das in der Bevölkerung kaum Immunität besteht, und das sich leicht von Mensch zu Mensch überträgt. Die WHO beschreibt den Verlauf in Phasen, Bund und Länder planen danach mit Pandemieplänen.
Für das Krankenhaus bedeutet eine Pandemie:
- Viele Erkrankte gleichzeitig, oft über Wochen. Planbare Behandlungen werden verschoben, Betten für Infizierte frei gemacht.
- Personalausfall, weil Mitarbeitende selbst erkranken oder Angehörige versorgen.
- Engpässe bei Material: Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel, Medikamente.
- Ausbruchsmanagement nach Hygieneplan: Raum- und Verlegungsmanagement, Schulung, Information des Personals.
In der Pandemie wird das Personal selbst zur knappsten Ressource.
Influenza: kurze Inkubation, schnelle Ausbreitung
- Übertragung
- Überwiegend als Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen und Sprechen, außerdem über Hände und Oberflächen.
- Inkubationszeit
- Kurz: meist 1 bis 2 Tage.
- Ansteckend
- Im Durchschnitt etwa 4 bis 5 Tage ab Beginn der Symptome.
- Typischer Verlauf
- Plötzlicher Beginn mit Fieber, Reizhusten, Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen und starkem Krankheitsgefühl.
- Schutz
- Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung unter anderem für medizinisches und pflegerisches Personal.
Das tun Sie
- Händehygiene konsequent einhalten, Husten- und Niesetikette vorleben.
- Schutzausrüstung nach Hygieneplan tragen.
- Mit Fieber und Atemwegssymptomen nicht zur Arbeit kommen, sondern sich krank melden.
- Das Impfangebot des Betriebsärztlichen Dienstes nutzen.
Geimpftes Personal schützt sich selbst und die Menschen, die es versorgt.
Noroviren: Ausbruch auf Station
Noroviren breiten sich in Krankenhäusern und Pflegeheimen explosionsartig aus, unter Patienten genauso wie im Personal. Schon sehr wenige Viruspartikel reichen für eine Ansteckung.
- Übertragung
- Fäkal-oral über Hände und Flächen, beim Erbrechen zusätzlich über virushaltige Tröpfchen.
- Inkubationszeit
- Etwa 6 bis 50 Stunden.
- Ansteckend
- Während der akuten Erkrankung hoch ansteckend.
Das tun Sie
- Erkrankte nach Hygieneplan isolieren oder gemeinsam unterbringen (Kohortenisolierung).
- Schutzkittel und Handschuhe tragen, bei Erbrechen zusätzlich Mund-Nasen-Schutz.
- Hände und Flächen nur mit Mitteln desinfizieren, die als „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ ausgewiesen sind. „Begrenzt viruzid“ allein wirkt nicht gegen Noroviren.
- Sofort die Hygienefachkraft informieren. Der Labornachweis ist meldepflichtig (§ 7 IfSG), ebenso das gehäufte Auftreten von Krankenhausinfektionen mit vermutetem Zusammenhang (§ 6 Abs. 3 IfSG).
- Erkranktes Personal arbeitet frühestens zwei Tage nach dem Abklingen der Beschwerden wieder in der Pflege.
Bei Noroviren entscheidet das richtige Desinfektionsmittel: begrenzt viruzid PLUS oder viruzid.
Amok und Terror: Flüchten. Verstecken. Alarmieren.
Die Polizei spricht von lebensbedrohlichen Einsatzlagen: Täter verletzen oder töten Menschen mit Waffen, Sprengmitteln, gefährlichen Werkzeugen oder roher Gewalt und wirken weiter auf Personen ein. Dazu zählen Amoklagen, Anschläge und Geiselnahmen. Weil jede Lage anders ist, gibt die Polizei einen einfachen Merksatz vor.
- 1. Flüchten
- Raus aus dem Gefahrenbereich. Wenn möglich anderen bei der Flucht helfen, andere warnen und zur Flucht auffordern, Deckung nutzen (zum Beispiel massive Mauern).
- 2. Verstecken
- Wenn Flucht nicht möglich ist: in einen Raum, Tür verbarrikadieren, leise sein, Licht und Ton von Geräten ausschalten, auf den Boden legen, weg von Fenstern und Türen.
- 3. Alarmieren
- Notruf 110, sobald Sie in Sicherheit sind: Wo sind Sie? Was ist passiert? Wie viele Täter, wie sehen sie aus, wo halten sie sich auf?
Wenn die Polizei eintrifft: ruhig und besonnen bleiben, die Hände sichtbar über den Kopf halten und den Anweisungen folgen. Erste Hilfe leisten Sie dort, wo Sie in Sicherheit sind.
Eigenschutz geht vor: erst in Sicherheit, dann alarmieren und helfen.